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Foto: Elsendorfer Heimatbuch "Elsendorf - Chronik einer Abenstalpfarrei" von Franz Huber, erschienen 2003

Blättert man zurück in der Geschichte von Elsendorf, so stößt man auf eine Traditionsnotiz aus dem Jahr 883 bis 887, ein vollgültiges historisches Dokument, mit dem die Übergabe von Graf Engildeos Besitz zu Straubing gegen Leibeigene und Güter zu Elsendorf beurkundet worden ist.

Aus der geschichtlichen Vergangenheit Elsendorfs im 10. Jahrhundert berichtet der Chronist, dass das Gebiet dem heimischen Geschlecht der Edlen von Elsendorf gehörte, die immer wieder in den Urkunden auftreten. Man schrieb das Jahr 1115, als Ulrich von Elsendorf vom Salzburger Erzbischof Konrad den ehrenvollen Auftrag erhielt, aus dem Kloster St. Georgen im Schwarzwald den Abt Theorgen für das verwaiste Blasienstift zu Admont in der Steiermark zu holen.

Das Jahr 1125 brachte für Elsendorf eine bedeutsame Wende. Ulrich schenkte die Ortschaft mit Hörigen und Grundstücke samt der Taufkirche der Abtei Admont. Es war die erste Schenkung, welche dieses bedeutende Stift auf bayerischem Boden erhielt. Admont errichtete in Elsendorf eine Propstei und ließ die stiftischen Güter durch einen Amtmann verwalten. Diese waren angesehene Persönlichkeiten und gehörten in der Mehrzahl adeligen Geschlechtern an. Es kam auch vor, daß zuweilen dieses Amt dem benachbarten Richter der Hofmark Ratzenhofen verliehen wurde.

Nicht selten war es der Fall, daß sich die Amtmänner als Bedrücker aufspielten und die Menschen schikanierten. Admont mußte deshalb oft eingreifen und sehr häufig Beauftragte nach Elsendorf schicken, um die Einkünfte einzutreiben. 1632 kamen die Schweden nach Elsendorf. Damit zogen Elend und Kummer im wahrsten Sinne des Wortes ein. Die Verwüstungen, welche die Kriegshorden anstellten, sind überhaupt nicht zu beschreiben. Die Not wurde immer größer, und der damalige Amtmann Vogt mußte 1649 nach Admont berichten, dass es den Leuten an allem mangelte, an Getreide und Vieh. Es sei alles völlig ausgeplündert, und obendrein trat auch noch die Pest auf. Zwei Jahre später erfolgte eine weitere Plünderung. Inzwischen hatten sich mehrere Käufer für die Propstei in Elsendorf gemeldet. Aber erst 1668 kaufte die Äbtissin von Hohenwart. So kam Elsendorf nach mehr als 500 Jahre langer Zugehörigkeit nach Admont wieder in bayerischen Besitz. Nur eine Steintafel erinnert noch an jene Zeiten, da admontische Amtmänner den Ton angaben.

Wappen-Elsendorf

Im Gemeindewappen sind auch die Admonter verewigt. Neben den Wappenbildern der Freiherrn von Mamming und deren von Kretz, die sich auf die Hofmark Ratzenhofen beziehen, ist das Admonter Klosterwappen mit den zwei senkrechten Rauten in den verwechselten Farben von Rot und Silber in das Gemeindewappen aufgenommen.

Ausführliches zur Geschichte der Pfarrei und der Gemeinde Elsendorf erfahren Sie im Elsendorfer Heimatbuch (480 Seiten). Das Buch kostet 25 Euro und ist erhältlich in der Verwaltungsgemeinschaft Mainburg.

Das Buch wurde im Dezember 2003 aufgelegt.   >> zur Buchvorstellung