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Vereinsnachrichten

ab 22.06.2017 "Yoga im Freien" beim TSV Elsendorf

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Nachdem im letzten Jahr das in die Jahre gekommene Storchen­nest auf dem Elsen­dorfer Kirchen­dach abgebaut wurde, entschloss sich der Heimat und Kulturkreis der Gemeinde, eine neue Nist­hilfe zu errichten. Die Gemeinde Elsen­dorf stellte sich als Kosten­träger zur Verfügung und Gemeinde­rat Archus Neumayer plante eine neue Konstruk­tion des Storchen­nestes. Das fertige Nest wurde auf einem Mast aus Stahl­beton befestigt und steht seit Dezember 2016 auf einem Grund­stück in der Nähe der Abens­brücke.

Natur­gemäß hoch hinaus wollen Störche und nisten auf entsprechend hohen Bäumen oder Felsen, je nach­dem was sie in der Natur vor­finden. Längst hat sich der Storch aber auch Gebäude und Masten als mögliche Nist­plätze erobert. Störche suchen seit langem die Nähe der Menschen, wahr­schein­lich als Schutz vor Raub­vögeln oder Mardern, die als Nest­räuber eine besondere Gefahr für die Storchen­nester dar­stellen.
Da sich im Jahr 2004 immer wieder Störche auf dem Kirchen­dach in Elsen­dorf nieder­gelassen haben, ergriff der damalige Pfarrer Arnold Pirner die Initiative und lies ein hölzernes Storchen­nest von Archus Neumayer anfertigen und auf dem Kirchen­dach anbringen. Nun konnten die Störche kommen und ihren in der Regel zwei bis drei Jung­vögeln eine Heimat bieten. Die Störche, die in der Natur zehn bis zwölf Jahre alt werden können, sind treu und kommen immer wieder zu für gut befundenen Nist­plätzen zurück. Jahr für Jahr kamen in der Folge­zeit auch immer wieder Störche nach Elsen­dorf und begannen das Storchen­nest auf dem Kirchen­dach in Besitz zu nehmen. Leider brüteten sie aber nicht und suchten sich nach einiger Zeit eine neue Bleibe. Vermutlich vergrämten die Kirchen­glocken die Vögel.
2016 nun entschloss man sich, das inzwischen in die Jahre gekommene und verrottende Nest abzubauen, auch die starke Verschmutzung des Kirchen­daches gab den Ausschlag für diesen Schritt. Da aber auch heuer wieder ein Storchen­paar tage­lang über Elsen­dorf kreiste, entschloss sich der Heimat- und Kultur­kreis der Gemeinde Elsen­dorf, sich dieser schönen Vögel anzunehmen. Die Gemeinde Elsen­dorf stellte sich als Kosten­träger zur Verfügung und erklärte sich bereit, die Material­kosten zu übernehmen.
Haupt­initiator und Ideen­geber war Gemeinderat  Archus Neumayer, der sich sehr gründlich mit dem Metier auseinander­setzte. Er plante eine neue Konstruktion eines Storchen­nestes, informierte sich gründ­lich und holte sich Fach­wissen aus den Medien. Heraus kam ein Korb aus verzinktem Stahl, der nicht mehr zerfallen kann. Dieser wurde in vielen Arbeits­stunden mit Unter­stützung von Archus Neumayer sen. und Anton Eisen­schenk zusammen­geschweißt und verschraubt.
Das stattliche Nest bekam einen Korb­durch­messer von 1,5m. Befestigt wurde es auf einem Mast aus Schleuder­stahl­beton, alles in allem eine sehr massive Konstruktion mit einem Gesamt­gewicht von ca. 900 kg. Damit es gemütlich und einladend für die Störche wird, wurde es mit Hilfe von Josef Mayer­hofer mit Kiefern­zweigen ausgeflochten, ein ebenfalls lang­lebiges Natur­material.
Gut überlegt ist auch die Standort­wahl. Das Wasser­wirt­schafts­amt Lands­hut mit Fluß­meister­stelle in Neu­stadt ist Grund­stücks­eigen­tümer an der Abens und hat die Genehmigung für eine Auf­stellung dort erteilt. Hier ergibt sich ein idealer Lebens­raum für die Vögel, sie können das Nest frei anfliegen und auch ein entsprechendes Nahrungs­angebot herrscht hier in den Feucht­wiesen vor. Dazu kommen die Gemeinde­bürger in den Genuss, die Störche von der Brücke aus beobachten zu können, ohne die Vögel zu stören.
Erhard Baumeister aus Haunsbach rückte mit den entsprechenden Maschinen an, um das Storchen­nest mit Archus Neumayer an seinen Platz nicht weit von der Abens­brücke zu bringen. Im Nu schwebte der Mast mit seinem „Himmel­bett“ über den Boden und wurde an Ort und Stelle fach­gerecht gesetzt.
Damit haben die Männer, die die gesamten Arbeits­stunden unengelt­lich durch­geführt haben, das ihre dazu getan, um den Störchen eine neue Heimat in Elsen­dorf zu bieten. Ihnen wäre es eine Freude und größter Lohn, wenn das Nest im nächsten Jahr von einem Storchen­paar bezogen würde. Nun liegt es an den Störchen, ob sie das Bett in der luftigen Höhe von acht Metern annehmen, wenn sie im März oder April aus ihren Winter­quartieren im Süden zurückkehren. Vielleicht entdeckt ein über­fliegendes Storchen­paar das neue Nest und zieht dort ein, damit ist nicht nur der Storchen­nachwuchs gesichert, sondern man habe auch etwas für die Zukunft Elsen­dorfs getan, damit hier viele Kinder das Licht der Welt erblicken, bemerkte einer der Akteure mit einem Zwinkern im Auge.

Bericht: Kornelia Bielmeier

 

Storchennest Elsendorf Dez 2016Storchennest Elsendorf Aufstellung Dez 2016

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