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Die historische Orgel auf St. Anton

Die volle Macht und Pracht alter Bauten konnten am europaweiten Tag des offenen Denkmals bewundert werden. Historische Monumente, die sonst nicht oder nur teilweise zugänglich sind, öffneten ihre Tore. Interessante Einblicke in die Geschichte sowie Besonderheiten hiesiger Baudenkmäler bekamen die Besucher im Landkreissüden  - so auch in der Kriegergedächtniskirche St. Anton bei Ratzenhofen.

"Es ist schon fantastisch, welche Schätze unser Landkreis zu bieten hat“, schwärmte Landrat Martin Neumeyer. So vielfältig wie die bayerische Denkmallandschaft sind auch die Eindrücke, die man an diesem Tag sammeln kann. Jedes Jahr am 2. September machen sich mehrere Millionenen Menschen auf den Weg und freuen sich auf unvergessliche Eindrücke. Mehr als 8.000 Denkmäler stehen in ganz Deutschland an diesem Tag offen – ganz ohne Eintritt.

Auch die denkmalgeschätzte Eremitenkirche St. Anton fand großen Zuspruch. Bei einer Führung mit Concertino wurde die Königin der Instrumente, die - historische Orgel – in den Mittelpunkt gestellt. Spannende Details über das barocke Kircheninstrument verrieten Orgelbaumeister Wolfgang Schober aus Plattling und Organist Manfred Faltermeier vom Heimat- und Kulturkreis der Gemeinde Elsendorf. Auch Mesnerin Hildegard Lanzl, die die Geschichte von St. Anton praktisch auswendig kennt, stand den Besuchern für Fragen zur Verfügung. Der Grund, weshalb sich ausgerechnet alles um die Orgel drehen sollte, kam nicht von ungefähr. „Das Instrument ist von seinem Klang und Aussehen her über all die Jahrhunderte im ursprünglichen Zustand erhalten geblieben“, wie Faltermeier erzählte „Beim Anblick der Orgel meint man fast, die Zeit steht still.“
In einem Leinwandvortrag erfuhr man allerhand über Spielweise, Bauprinzip sowie Klänge und Register dieses filigranen Meisterstücks. Ganz wie damals sitzt der Organist auf einem polsterlosen Bankerl. Noch etwas macht die Orgel so „antik“: Wie vor der Zeit der Elektrifizierung muss ein als „Kalkant“ bezeichneter Helfer zur Erzeugung der Töne an seinem Blasebalg ziehen. „Nur durch das Zusammenwirken von Organist und Kalkant entstehen die Töne auf St. Anton“, erklärte Faltermeier, der mit mehreren musikalischen Kostproben nicht hinterm Berg hielt. Auch für den geübten Organisten ist es nicht selbstverständlich, sauber auf St. Anton zu spielen: Durch unterschiedliche Tastenabstände in der handgefertigten Tastatur sowie dem im Barock häufig anzutreffenden „Sparpedal“ und „Sparmanual“ finden sich Töne zum Teil an anderer Stelle verglichen zu heutigen Instrumenten. So hat die Orgel mitunter ein eigenes Leben – nicht zuletzt auch durch das Zusammenspiel von Kalkant und Organist.
Die Zuhörer jedenfalls waren beeindruckt vom Orgelspiel und so wurde auch für sie der Tag des offenen Denkmals zu einem einzigartigen Erlebnis.

Auszug aus der Hallertauer Zeitung vom 13.09.2017 von Simone Huber

2017 St Anton aussen2017 St Anton Orgel

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